Spaß im Mai: Iron Sky
Publiziert: 17. Mai 2012, Verfasst von: Anselm Neft,
Am heutigen Feiertag (sei er für Väter oder in den Himmel gefahrene Söhne) will KNN einmal das garstige Handwerk der Satire ruhen lassen und – wenn auch reichlich spät – einen Film empfehlen: Iron Sky vom finnischen Regisseur Timo Vuorensola, der bereits mit grundsolidem Star-Trek-Quatsch auf sich aufmerksam machte. Für den aktuellen Film banden Vuorensola und sein Team von Anfang an ihre Internet-Community stark ein. So unterstützen Fans die Drehbuchautorin Johanna Sinisalo mit Ideen, erhielten Einblicke in die Produktion und konnten als Statisten mitwirken. Von den rund 7,5 Millionen Euro Produktionskosten stammt fast eine Million aus Crowdfunding. Auch wenn Iron Sky nicht ganz der herausragende Geek-Trash geworden ist, denn sich manche erhofft haben: Es gibt mindestens zehn gute Gründe den Film zu sehen.
1. Iron Sky hat, was den zehnmal teureren Hollywoodblockbustern heutzutage oft fehlt: Gemütliches Erzähltempo, liebevolles Drehbuch, Spezialeffekte, die nicht nerven. Und Udo Kier!
2. Die anderen Darsteller sind auch nicht von Pappe.
3. Die Musik von Laibach.
4. Daniel Erk schreibt in DIE ZEIT der Film sei „langweilig, platt und mutlos“. Und wer die Trefferqoute der ZEIT-Filmkritiken kennt, weiß, dass das eine Empfehlung für Iron Sky ist.
5. Die „Götterdämmerung“ der Mondnazis ist noch geiler als der Todesstern.
6. Die New York Szenen wurden in Frankfurt am Main gedreht.
7. Wir erfahren, dass wir unser Bild der US-Regierung auch 2018 nicht korrigieren müssen.
8. Obendrein erfahren wir endlich, wofür es gut war, alle Teile von Wing Commander durchzuspielen.
9. „Das ist doch ne Anspielung auf…“-Nerds bekommen reichlich zu tun.
10. Noch nie klang der Satz „Ich bin selber Nazi“ so charmant und lustig.





Die Review ist so authentisch, als sei ich dabei gewesen!