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Nerdalarm am Zeitschriftenstand – Yps mit Gimmick kommt zurück

Zweimal scheiterten die Wiederbelebungsversuche. Nun soll ein dritter gestartet werden: Am 11. Oktober kommt eine neue Ausgabe von Yps mit Gimmick für 5,90 € in den Handel. Chefredakteur Christian Kallenberg, von 2005 bis  2010 verantwortlich für die deutsche Ausgabe des Bubenmagazins „FHM“, will aus YPS eine „Erwachsenenzeitschrift“ machen. Seiner bisherigen Zielgruppe bleibt er damit treu: Frühreife Kinder und zurückgebliebene Erwachsene. KNN traf den Journalisten zum Gespräch.

KNN: Eine Neuauflage von Yps – warum gerade jetzt?

Kallenberg: Über den Facebook-Auftritt von Yps habe ich gemerkt, was das auch heute noch für ein Kult ist. 40.000 Fans zeigen: Da ist echt eine ernst zu nehmende Zielgruppe.

KNN: Sie benutzen seltsame Wörter, Printmann.

Kallenberg: Wie bitte?

KNN: Facebook, Kult, Zielgruppe. Das klingt ungesund.

Kallenberg: Ach Gottchen, Sie sind ja total Retro.

KNN: Und Yps nicht?

Kallenberg: Wir wollen ja was Neues machen, die Themen von damals inhaltlich und optisch in die jetzige Lebenswelt der Leser übertragen. Yps als Lifestyle-Heft für Männer.

KNN: Wie kommt man auf so was? Durch Zielgruppenanalyse?

Kallenberg: Exakt. Die meisten der Facebook-Fans sind Männer zwischen 25 und 44. Yps ist eine positiv besetzte Marke in den Köpfen dieser Zielgruppe.

KNN: Wie müssen wir uns die Inhalte vorstellen?

Kallenberg: Das neue Heft soll Kindheitserinnerungen wecken ohne kindlich zu wirken. Zum Beispiel: „Mit 35 noch Geheimagent werden“ oder „Zauberei – zehn einfache Tricks für die nächste Party.“

KNN:  Wow. Das klingt sehr maskulin. Aber uns fallen da noch männlichere Themen ein.

Kallenberg: Echt? Ich bin für jeden Vorschlag dankbar. Mehr als den Zauberer und den Geheimagenten habe ich bisher nicht.

KNN: Wie wär’s mit einer großen Plastiktüte, die man als Zelt, Duschwassertank und Solarzeppelin benutzen kann? So outdoormäßig.

Kallenberg: Cool. Ist notiert.

KNN: Oder Fischfutter, dass man sich selbst züchtet.

Kallenberg: Geil.

KNN: Eine orangefarbene Plastikbox als Survival Kit. Mit einem Hubba Bubba drin, das man auch als Kondom verwenden kann. Eine Maschine, die viereckige Eier macht. Ein total echt aussehender Detektivausweis.

Kallenberg: Langsam, langsam, so schnell komme ich nicht mit. Ist geil, oder? Das neue Heftkonzept bietet so viele Möglichkeiten, die Themen, die uns damals bewegt haben, aus einer neuen, spannenden Perspektive zu beleuchten.

KNN: Genau. Superthemen! Super neue Perspektiven! Geniale Gimmicks wären doch auch „Das Schwallometer“ oder „Die Maschine, die dir voll ins Hirn scheißt“.

Kallenberg: Hmm. Meinen Sie? Da denke ich mal drüber nach.

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Die kursiv gesetzten Passagen im fiktiven Interview sind Originalzitate.